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Pestizidatlas 2022: Darum Bio!


Karlsruhe. Kürzlich wurde der Pestizidatlas 2022 von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, PAN Germany und Le Monde Diplomatique vorgestellt und bringt Erschreckendes ans Licht: Demnach ist die pestizidintensivste konventionelle Anbaukultur in Deutschland der Apfelanbau mit einem Behandlungsindex im Jahr 2020 von 28,2 – gefolgt von Wein mit 17,1 und Hopfen mit 13,7.


Welche Alternativen gibt es regional?


Die Karlsruher Bio-Kuckucksbrauerei Fächerbräu produziert sämtliche Produkte in Bio-Qualität. Das bedeutet, dass keinerlei Pestizide von unseren Bauern und Streuobstwiesenbesitzern eingesetzt werden. Und: Wir von Fächerbräu besuchen unsere Landwirte persönlich und überzeugen uns von den Anbaubedingungen.


Bio-Apfel


Fächerbräu ist Mitglied in der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, die Apfelsaft in Bio-Qualität produziert. Durch die Ernte von Streuobstwiesen dienen diese dem Artenschutz von Schmetterlingen und Insekten. Fächerbräu stellt aus dem Bio-Apfelsaft alkoholfreie Bio-Apfelschorle und einen Bio-Cider her. Bei Bio-Cider wird lediglich der Apfelsaft mit Bierhefe vergoren, es kommen keinerlei Zusatzstoffe ins Getränk. Es handelt sich um einen Strong Cider mit 7 % vol Alkohol. Der Cider ist trocken, geht schon in die herbe Richtung und ist säuerlich-erfrischend. Wer gegen Pestizid-Einsatz bei Äpfeln ist, unterstützt mit dem Kauf der Fächerbräu-Getränke die regionale Streuobst-Vielfalt und setzt ein Zeichen gegen Pestizide. Die Fächerbräu-Verkaufsstellen findest du hier oder kannst im Shop online bestellen.


Bio-Wein


Fächerbräu arbeitet mit dem badischen demeter-Weingut Zähringer aus Hartheim-Heitersheim im Markgräflerland zusammen. Der Cuvée aus Bio-Riesling, Bio-Gutedel, Bio-Gewürztraminer, Bio-Muskateller und Bio-Scheurebe ist komplett in demeter-Qualität angebaut. Dabei bringt der Riesling die Frische und Säure, der Gutedel macht das Cuvée leicht, die restlichen Sorten bringen das Aroma. Veredelt wird die Weinschorle mit badischem Quellwasser und Kohlensäure. Mit 5,8% vol Alkohol gehört die Weinschorle zu den Schorlen auf dem Markt, die mit einem niedrigen Alkoholgehalt punkten. Mit dem Kauf wird der pestizidfreie Weinbau unterstützt.


Bio-Hopfen


Die meisten Produkte von Fächerbräu enthalten Bio-Hopfen. Dazu zählt das Bio-Festbier, Bio-Pils, Bio-Helles, Bio-Weizen und Bio-Naturradler. Die Hopfen hierfür stammen allesamt vom Bodensee. Verwendet werden die Hopfensorten Bio-Tettnanger, Bio-Perle, Bio-Saphir und Bio-Hallertauer Tradition. Allesamt sind diese pestizidfrei angebaut von den Hopfenbauern Peter und Johannes Bentele. Peter ist einer der Bio-Hopfen-Pioniere und baut schon seit mehr als 30 Jahren Hopfen in Bio-Qualität an. Peter sagt: "Es ist nicht der richtige Weg, dass man mit Chemie gesunde Lebensmittel herstellt".


Noch regionaler ist der Hopfenanbau im Elsass. Für eine neue Biersorte war Fächerbräu vor Ort im 40 km entfernten Seebach bei Hopfenbauer Francis. Aber auch vom Bodensee hat Fächerbräu schon direkt beim Hopfenbauer beispielsweise Frischhopfen für ein Grünhopfenbier besorgt. "Der direkte Draht zu den Landwirten ist uns sehr wichtig", sagt Christopher Wertz, Geschäftsführer von Fächerbräu.


Das zeichnet den Bio-Hopfenanbau im Vergleich zu konventionellem Anbau aus:


Da es sich bei Hopfen um eine Dauerkultur handelt, ist eine Fruchtfolge nicht möglich. Daher arbeitet man beispielsweise mit Kupfer in geringen Gaben, einem Spurenelement, das auch der Mensch braucht. Für den Mensch ist es wichtig für Energie, Blut, Nerven und das Immunsystem.

Zudem kommen verschiedene Pflanzen- und Holzauszüge zum Einsatz. Molke hilft gegen die Spinnmilbe. Im Pflanzenschutz muss beim Hopfenanbau neben den Spinnmilben auch gegen Läuse und den falschen Mehltau (Peronaspora) vorgegangen werden.


Auch der Schutz von Bienen und Insekten steht im Mittelpunkt am Bodensee. Das Hopfengut befindet sich im Landschaftsschutzgebiet. Zusätzlich dienen gepflanzte Hecken und Blühstreifen dem Schutz der Artenvielfalt.


Auch die Masten sind im Bio-Anbau besonders: Diese sind unbearbeitet, also nicht imprägniert. Die Eichen-Gerüste stehen i. d. R. 20-30 Jahre.


Wer also pestizidfreien Hopfenanbau möchte, der unterstützt diesen mit dem Kauf von Fächerbräu Bieren.


Hier gehts zum Pestizidatlas: https://www.boell.de/sites/default/files/2022-01/Pestizidatlas2022_Web_20220108.pdf?dimension1=ds_pestizidatlas22


Die Fächerbräu-Verkaufsstellen findest du hier oder kannst im Shop online bestellen.


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